Qualitätssicherung in der Schlaganfallbehandlung

Zum Jahr 2001 wurde die SQMed GmbH als Landesgeschäftsstelle Qualitätssicherung in Rheinland-Pfalz durch den Lenkungsausschuss mit der Einführung eines Qualitätssicherungsprojektes im Bereich der stationären Behandlung von Patienten mit akutem Schlaganfallereignis beauftragt.

In diesem Landesprojekt dokumentieren die teilnehmenden Krankenhäuser für jeden Behandlungsfall einen durch die Arbeitsgemeinschaft deutschsprachiger Schlaganfallregister (ADSR) e.V. (ADSR) entwickelten standardisierten Datensatz (Musterdokumentationsbogen siehe unten). Erfasst werden wesentliche Aspekte des diagnostischen und therapeutischen Vorgehens, Rehabilitationsmaßnahmen sowie Parameter zum klinischen Outcome, entsprechende Ausfüllhinweise (siehe unten) zur Dokumentation stehen zur Verfügung.

Zum Jahr 2006 wurde durch den Lenkungsausschuss eine Teilnahmeverpflichtung für die Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz beschlossen, seit dem Jahr 2007 erfolgt die Datenerfassung und -übermittlung elektronisch. Seit dem Jahr 2011 steht den Kliniken eine Software zur Erkennung von dokumentationspflichtigen Fällen (siehe unten) zur Verfügung (QS-Filter). Über entsprechende an die SQMed übermittelte Leistungsstatistiken wird die Vollzähligkeit der Dokumentation in den Krankenhäusern systematisch überprüft. Für Softwareanbieter steht eine jährlich aktualisierte technische Spezifikation (siehe unten) zur Entwicklung entsprechender Dokumentationssysteme zur Verfügung.

Die SQMed stellt den teilnehmenden Krankenhäusern bereits unterjährig monatlich aktualisierte vorläufige Auswertungen zur Verfügung, die anhand der Ergebnisse spezifischer Qualitätsindikatoren (s.u.) einen Vergleich mit anderen Institutionen im Sinne eines Benchmarkings ermöglichen. Die Jahresauswertungen werden durch einen mit Internisten und Neurologen besetzten Fachausschuss, welcher durch den Lenkungsausschuss der SQMed berufen wird, bewertet. Bei auffälligen Ergebnissen im Bereich der Qualitätsindikatoren wird durch den Fachausschuss ein strukturierter Dialog mit dem Krankenhaus initiiert. Ziel des strukturierten Dialogs ist neben der Analyse der Ergebnisse die Einleitung qualitätsverbessernder Maßnahmen durch das Krankenhaus.

 
Qualitätsindikatoren:  
  • Physiotherapie/Ergotherapie
  • Logopädie
  • Antikoagulation bei Vorhofflimmern
  • Gefäßdiagnostik
  • Todesfälle bei Patient(inn)en mit Hirninfarkt (risikoadjustiert)
  • Pneumonie bei Patient(inn)en mit Hirninfarkt (risikoadjustiert)
  • Screening für Schluckstörungen
  • Erste Bildgebung
  • Thrombolyse
  • Door-to-needle time
  • Revaskularisation bei symptomatischer Karotisstenose
  • Sterblichkeit nach Rekanalisation
  • Rehabilitationsmaßnahmen bei Patient(inn)en mit alltagsrelevanten Behinderungen
  • Sekundärprävention – Statin-Gabe bei Entlassung bei Patienten mit Hirninfarkt/TIA
  • VHF-Diagnostik
  • Intraarterielle Therapie
  • Door-to-puncture time
  • Frühzeitige Verlegung intraarterielle Therapie
  • Erreichen des Rekanalisationsziels
 
 
Jahr 2017:  
 
 
       
(letztmals bearbeitet am 31.08.2017)
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